Corona-Krise

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt …   

Die weltweite Corona-Pandemie hat das Leben der Menschen blitzartig verändert. Wirtschaftskrise, Konjunkturrückgang, Kurzarbeit, Massenarbeitslosigkeit, Fake-News, Verschwörungstheorien etc. machen Angst, bedrohen und verunsichern. So Vieles was zuvor noch alltäglich war, ist plötzlich nicht mehr oder nur noch erschwert möglich. Unsere Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, soziale Kontakte auf die Notwendigsten reduziert; Reisen, Feste, Konzerte und Partys sind tabu. Es ist eine Zeit des Verzichts, vieler Einschränkungen und Verbote, deren Ende wir alle schnellstmöglich herbeisehnen.

Bei all den negativen Faktoren, die es gab und gibt, möchte ich Euch in diesem Beitrag meine persönliche positive Erfahrung aus der Corona-Krise berichten. Allgemein finde ich es wichtig, sich bei jeder noch so misslichen Lage nicht nur auf die schlechten Aspekte zu konzentrieren, sondern auch daraus zu lernen und bejahende Erkenntnisse zu beherzigen und in die Zukunft mitzunehmen.


Bee


Für Schwarz-Weiß-Denker

hört die Welt dort auf,
wo sie bunt zu werden beginnt.

(Ernst Ferstl)


Durch die Krise ist mir bewusst geworden, wie wichtig doch Freizeit ist, bzw. Beschäftigung, die glücklich und zufrieden macht. Ich konnte in dem letzten halben Jahr enorm viel Zeit in der Natur, in meinem geliebten Bienengarten verbringen. Seit langem kam ich in den Genuss mich intensiv mit dem zu beschäftigen, was mich mit Freude erfüllt, mich entspannt und mir ein gutes, zufriedenes Gefühl schenkt.

Im Garten habe ich aber nicht, wie jetzt ein mancher vermuten mag, den ganzen Tag in der Sonne gesessen und die Zeit mit Müßiggang verbracht. Ganz im Gegenteil, oft habe ich im Schweiße meines Angesichts bis zum Sonnenuntergang hart geschuftet. Abends war ich dann körperlich total kaputt und müde, aber doch gleichzeitig glückselig und zufrieden über die geleistete Arbeit in der Natur.

Mit dem Vorsatz die Artenvielfalt zu fördern, machte ich mich ans Werk, indem ich in meinem Waldgarten das Angebot an heimischen Pflanzen erweiterte. So pflanzte ich im Frühling zwanzig Schlehen. Die Schlehe auch Schwarzdorn genannt, ist ein echtes Naturschutzgehölz und bietet vielen Vögeln durch ein dichtes, dorniges Strauchwerk Schutz für Nist- und Futterplätze. Die fünfblättrigen weißen Blüten des Strauches sind für viele Insekten eine wichtige Nektarquelle im Frühjahr. Und im Herbst finden die schwarz-blauen, herben Früchte, die wie Minipflaumen aussehen bei Tieren und auch Menschen Anklang.

Zwanzig junge Schlehen (Prunus spinosa) bereichern den Bienengarten.

Im Bienengarten verzichte ich vollkommen auf künstlichen Dünger sowie Pestizide. Gerne darf es auch etwas unaufgeräumt aussehen, so habe ich u. a. eine 20 Meter lange Totholz- oder Benjeshecke angelegt. Diese Hecke bietet vielen Nützlingen Schutz und ein Zuhause. Aktuell konnte ich einen Igel in der Hecke entdecken. Im Garten hängen derweil ein Dutzend Nisthilfen, die ich selbst gebaut habe. Diese helfen den Vögeln zur Brutzeit und auch im Winter als trockener Zufluchtsort.

In den Trockenmauern die ich zum einen zur Hangbefestigung setzte, haben sich neue Tierarten angesiedelt. Verschiedene Insekten wie u. a. die Große Wollbiene (Anthidium manicatum), die wärmeliebend ist und sonnige Plätze mag, nahmen die steinige Behausung freudig an. Aber auch Amphibien wie die Eidechse oder die Kröte fühlen sich auf den wärmenden Sonnendecks oder in den kühlen Verstecken des durchlässigen Gemäuers wohl. Zu meiner großen Freude konnte ich diese und andere neue Gartenbewohner im Sommer auf meinem Areal beobachten und bestaunen.


Honig wohnt in jeder Blume,
Freude an jedem Orte, man muss nur,
wie die Biene, sie zu finden wissen.
(Heinrich von Kleist)*


*(1777 – 1811), Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist,
deutscher Dramatiker, Novellist, Schriftsteller und Erzähler
Quelle: Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 23. September 1800
Foto: © Frank Werner


Vielleicht findet es ein mancher banal, aber wie so oft sind es die kleinen Dinge im Leben die glücklich machen. Was habt ihr Positives in der Corona-Krise erlebt? Gerne könnt ihr Euere schönen Erlebnisse und Momente mitteilen, ob es nun das Innehalten, neue Initiativen, die Hilfe unter Nachbarn, die Solidarität oder sonst ein Ereignis ist, ich bin gespannt auf euere Geschichte und freue mich über jeden Kommentar.

                                … mach Limonade daraus!

Zuhause im Bienengarten

Die Wohnungen der Honigbienen im Bienengarten

Heute möchte ich Euch die aktuellen Wohnstätten meiner Honigbienen zeigen. Jeder Bienenstand ist ein Unikat und der Standort wurde sorgfältig ausgewählt. So habe ich die Stände in Hanglage nach Südwest oder Südost ausgerichtet. Alle Konstruktionen sind selbst gezimmert und wurden spezifisch für das Gelände angefertigt.

Ausnahmslos bestehen die Unterkünfte (sogenannte Beuten) aus dem natürlichen Rohstoff Holz. Die Magazinbeuten im Zanderformat sind untereinander kompatibel und beliebig stapelbar, was eine einfache Erweiterung oder Einengung des Brut- und Honigraums ermöglicht.

Auch in dem geschlossenen Bienenstand (6 -9 / siehe Foto) sind im Inneren Zanderbeuten, die man mühelos mittels Schwerlastauszügen nach hinten herausziehen und von oben behandeln kann. Ursprünglich war dieser massive „Schrank“ aus Eichenholz eine veraltete Hinterbehandlungsbeute. Diesen altertümlichen Kasten, auch Blätterstock genannt, habe ich für meine Zwecke umgebaut und auf das heutzutage gängige Zanderformat modernisiert.

Damit ihr Euch ein Bild davon machen könnt, nachfolgend ein paar Fotos zu den Immen-Behausungen des Bienengartens. Über Kommentare oder auch fachspezifische Fragen freue ich mich sehr.

Herzliche Grüße, Frank

Gartenglück

… oder die Stimme des Gartens.Flower 218

Schon Cicero sagte einst:

„Wenn du einen Garten
und dazu noch eine Bibliothek hast,
wird es dir an nichts fehlen.”

Da bin ich ganz bei ihm, wobei es fraglich ist, ob diese Aussage in der heutigen Zeit von Steingärten, Stadtbalkonen und E-Book-Lesern noch auf viele Menschen zutrifft? Aber sicher bin ich, dass beides eine Oase der Entspannung und Zufriedenheit sein kann, weil es bei mir so ist.

Seit dem biblischen Garten Eden sind Gärten die Verkörperung von Entspannung, Ruhe, Frieden, Muße und Glück. Gärten bieten Schutz gegen die moderne und oft feindliche Umwelt und sie bieten die Möglichkeit, in die Rhythmen der Natur friedlich einzutauchen.

Das Thema „Insektensterben“ ist aktuell in aller Munde und jeder, der einen Garten bewirtschaftet, kann aktiv die Insekten und die Pflanzenvielfalt (Biodiversität) unterstützen. Dazu sollte man seinen Garten natürlich und mit entsprechenden bienenfreundlichen Blühpflanzen und ursprünglichem Lebensraum gestalten.

Allein in Deutschland gilt nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) jede Dritte der 560 Wildbienenarten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. 39 Arten sind sogar schon ausgestorben.

Darum möchte ich jedem Natur- und Gartenfreund ans Herz legen, die bedrohten Insekten zu schützen und dementsprechend naturnah zu gärtnern. Lasst die Stimme des Gartens mit summen, brummen und zwitschern erklingen und genießt den Klang der anmutigen Natur!

Schild am Eingang zum Bienengarten.
Schild am Eingang zum Bienengarten.

Der Sommer ist da und die Bienen tanzen

Mit dem Juni ist der Sommer eingekehrt und die Temperatur hat die 30°C-Marke erreicht. An den Bienenstöcken ist Hochbetrieb, die „Mädels“ sammeln fleißig Nektar und Pollen. In meinen Pausen setze ich mich gerne an ein schattiges Plätzchen und beobachte das emsige Treiben der Bienen, dass mich jedes Mal aufs neue begeistert.

Es summt und brummt, die Bienen tanzen im Sonnenschein.
Es summt und brummt, die Bienen tanzen im Sonnenschein.

Manchmal sieht es aus, als würden die Bienen im goldenen Sonnenlicht tanzen. Dann wieder kommt es mir vor, als hätten einige es besonders eilig und sie schießen aus ihrer Behausung wie eine Pistolenkugel in den blauen Himmel. Mit genauso einem Tempo landen auch ganz Eifrige auf dem Flugbrett und diverse tollpatschige Immen überschätzen sich mit der Lande-Geschwindigkeit und purzeln regelrecht nachhause.

Es gibt aber auch unter den Bienen eher gemütliche Typen, die alles mit Ruhe machen, verträumt vor ihrer Haustür sitzen, neugierig etwas untersuchen, sich eben anderes verhalten als die arbeitsamen Schwestern und vom restlichen Bild förmlich aus der Reihe tanzen.

Tanz, tanz aus der Reihe.
Tanz, tanz, tanz aus der Reihe.

Apropos Schwestern, ab und an sieht man auch einen dicken Drohn (Bruder/männliche Biene) der gerade Flugstunden nimmt. Der Lebenssinn der Drohnen besteht hauptsächlich aus „futtern“ und jungfräuliche Bienenköniginnen zu begatten. Drohnen entstehen im Gegensatz zu ihren Schwestern, den Arbeiterinnen, aus einem unbefruchteten Ei. Somit haben sie keinen Vater, sondern nur eine Mutter; die Königin.

Die pummeligen „Prinzen“ führen aber nur kurz ein Lotterleben, denn haben sie es geschafft sich mit einer jungen Bienenkönigin zu paaren, sterben sie danach. Drohnen, die im Spätsommer/Herbst noch leben, werden von den Arbeiterinnen aus dem Bienenstock herausgejagt (Drohnenschlacht) und sterben ebenfalls.

Wenn jetzt manche denken, Drohnen seien faul und unnütz, muss ich zur deren Verteidigung dagegenhalten und betonen, dass Drohnen für die Bildung neuer Honigbienenvölker unentbehrlich sind – ohne Fortpflanzung kann das Volk nicht weiterbestehen.

Ein Volk kann aber auch nicht ohne Nahrung überleben, deswegen ist es wichtig, dass es keine Trachtlücken gibt und immer etwas am Blühen ist. Diesen Monat hat es im Bienengarten auch wieder reichlich geblüht. Unter anderem diverse Rosen, Nelken, Funkien, Fingerhut, Blauer Eisenhut, Storchenschnabel, Liguster, Natternkopf.

Warmer Januar – Früher Reinigungsflug

Der Januar 2020 war in Europa um 3,1 Grad wärmer als die durchschnittliche Januartemperatur der Jahre 1981 bis 2010

Laut europäischem Klimawandeldienst Copernicus (Copernicus Climate Change Service) war der Januar 2020 der wärmste Januar in Europa und auch zusammen mit dem Januar 2016, weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen.

Reinigungsflug der Bienen am 16.01.2020 

Die milde Mittags-Temperatur um die 13°C und strahlender Sonnenschein lockte auch meine Bienen so früh zu Jahresbeginn aus ihrer Behausung um zum Reinigungsflug zu starten.

Beim Reinigungsflug entsorgen die Bienen ihren Unrat, der sich in ihrer Kotblase während der langen Winterruhe angesammelt hat. Bienen koten nicht in ihren Stock, durch dieses Hygieneverhalten wird die Gefahr der Verbreitung von Krankheitserregern im Nest erheblich reduziert.

Voraussetzung für den Reinigungsflug ist ein sonniger Tag mit einer Lufttemperatur von mindestens 10°C um die Mittagszeit.

Bei 13° C machten die Bienen schon am 16.01.2020 ihren ersten Reinigungsflug.

Der Jeep, die Bienen und der Wolf

Bei der Anschaffung eines Imkerautos stellt sich so mancher die Frage, was so ein Vehikel können muss? Dies ist jedoch nicht einfach pauschal zu beantworten, da es ausschlaggebend ist, welche Art Imkerei betrieben wird. Ein Imker der ein paar Völker im Garten stehen hat, wird andere Ansprüche an sein Gefährt stellen, wie derjenige der eine Wanderimkerei über Stock und Stein ausübt.

Da ich mit meinem Imkermobil so manche Wald- und Feldwege befahren muss, war mir eine gewisse Geländetauglichkeit wichtig. Insbesondere sollte der Wagen, zuschaltbaren Allradantrieb, genügend Bodenfreiheit, sowie eine Anhängerkupplung besitzen.

Mit dem Anhänger unterwegs fürs Bienenvolk.
Mit dem Anhänger unterwegs fürs Bienenvolk.

Nicht unwesentlich war für mich auch die Sparsamkeit bzw. der Kraftstoffverbrauch. Mein vorheriges Auto war ein Lada Niva 4×4, dieses Kultauto durchquerte zwar jedes Gelände mit Bravour, jedoch war der Verbrauch für solch eine 80-PS-Kutsche enorm und nicht mehr zeitgemäß.

Letztendlich viel meine Wahl auf einen JEEP RENEGADE. Dieses Auto hatte alles was ich begehrte und sogar noch einiges mehr an Komfort.

Um die Sache gänzlich abzurunden, habe ich meinem Imkermobil ein aussagekräftiges und dazu auch werbewirksames Dekor verpasst. Die Vordertüren werden von einem Stern mit imposanter Biene und Web-Adresse (www.bienengarten.eu) beflaggt. Und die Hintertüren werden von einem idyllischem Imker-Schatten-Bild geschmückt, auf dem u.a. auch mein Realschatten, das Wölfchen „Bakira“ zu sehen ist.

Neuer Rekordmonat April 2019

Auch der April war wie die vorangegangenen Monate außergewöhnlich im Sinne: zu warm, zu trocken, viel Sonnenschein.

Mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 220 Stunden gehört der April zu den fünf sonnenscheinreichsten Aprilmonaten seit Beginn der Messungen von 1951.

Somit war der April mit einer durchschnittlichen Temperatur von +9,6 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 und +2,2 Grad und gegenüber der Klimareferenzperiode von 1981 bis 2010 um +1,3 Grad zu warm.

Damit ist der April 2019 der 13. zu warme Monat in Fortsetzung. So etwas gab es noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (ab 1781) und zeigt sehr deutlich die Folgen des Klimawandels.

R.I.P. – Daggy vom Mont Cheval

Daggy vom Mont Cheval
12.10.2009 – 02.02.2019

Mein lieber, wunderschöner vierbeiniger Freund ist leider viel zu früh gegangen.

Nach einer plötzlich eintretenden Krankheit, die rasch voranschritt und auch durch alle Versuche zu heilen nicht zu stoppen war, ist mein treuer Begleiter am 2. Februar 2019 verstorben. Der kleine mutige Kerl hat bis zum bitteren Ende gekämpft, doch es gab leider keine Rettung.

Daggy war über 9 Jahre mein ständiger Begleiter und ich vermisse ihn so sehr. Er war nicht einfach nur ein Hund, sondern mein bester Freund! Er hinterlässt eine große Lücke in meinem Leben und mein Herz ist jetzt so schwer.

Jeder der ihn kannte, weiß was für ein wilder absolut liebenswerter Wirbelwind er war.

Ich bin dankbar für die glückliche und schöne Zeit die ich mit meinem Gangster verbringen konnte.

Gute Reise mein geliebtes Knopfauge, Du bist jetzt nicht mehr an meiner Seite aber immer in meinem Herzen! ❤

Antike Wärmflasche im Bienenlook

Für die kalten Tage im Bienengarten hat mir meine Schwester eine nostalgische Wärmflasche geschenkt. Die antike Gabe wurde zudem von meiner Tante veredelt, indem sie in meisterlicher Handarbeit einen wunderschönen Bezug für die Flasche angefertigt hat.

Mein herzlicher Dank gilt den Beiden für das originelle Geschenk! ❤