„Erlauben Sie mir, einen Wunsch zu sagen.
Ich möchte ein Glas Honig haben.
Was kostet’s? Ich bin zu zahlen bereit.
Für was Gutes ist mir mein Geld nicht leid.“
„Sie wollen was Gutes für ihr Geld?
Sie kriegen das Beste von der Welt!
Sie kaufen goldenen Sonnenschein,
Sie kaufen pure Gesundheit ein!
Was Besseres als Honig hat keiner erfunden.
Der Preis? Ich verrechne die Arbeitsstunden.
Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,
um so viel Honig zusammen zu kriegen.
Ja, meine Leute waren fleißig!
Die Stunde? Ich rechne Zwei-Mark-Dreißig.
Nun rechnen Sie sich’s selber aus!
27.000 kommt heraus.
27.000 Mark und mehr.
Hier ist die Rechnung, ich bitte sehr!“
Bienen leben seit ungefähr 40 Millionen Jahre auf der Erde. Schon in der Steinzeit war Honig für den Menschen von großer Bedeutung und diente als geschätztes Nahrungsmittel. Bereits 9000 Jahre alte Höhlenmalereien zeigen „Honigjäger“ bei der Arbeit. Umfangreiche schriftliche Belege über die Geschichte der Imkerei sind aus der Zeit kurz vor Christi Geburt überliefert. 37 bis 29 v. Chr. verfasste der römische Epiker Vergil das Lehrgedicht Georgica (über den Landbau), in dessen 4. „Gesang“ er in 566 Versen die Haltung von Bienen in poetischer Form beschreibt. Ein altes Sprichwort besagt, dass ein einziger Bienenstock 10 Ärzte vertreibt. Bis dato verwenden wir Honig als Lebens-, Genuss- und Heilmittel.
Das Naturprodukt Honig hat über 187 Inhaltsstoffe
Hierzu gehören beispielsweise Frucht- und Traubenzucker1, Enzyme, Aminosäuren, Eiweiße, Mineralstoffe, Spurenelemente, Duft- und Aromastoffe, Flavonoide, Vitamine (B1, B2, B6, C) und Wasserstoffperoxid, das für die antibakterielle, antiseptische und antimikrobielle Wirkung des Honigs verantwortlich ist.
Nebenhöhlenentzündung – Honig schlägt Antibiotika
Letztens bin ich auf die Schlagzeile „Honig schlägt Antibiotika“ bei FOCUS Online gestoßen. In dem Bericht geht es darum, dass bei Sinusitis (Entzündung der Nebenhöhlen) Honig eine bessere Heilkraft als Antibiotika haben soll.
Focus schreibt: „Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass das süße Naturprodukt gegen chronische Sinusitis helfen kann: Honig attackiert den sogenannten Biofilm, der die Entzündung der Nebenhöhlen zu einer schwer therapierbaren Krankheit macht. Diese Lebensgemeinschaft verschiedener Bakterien auf einer dünnen Schleimschicht widersetzt sich jeder Antibiotikabehandlung, sodass eine Entzündung immer wieder aufflackert.
Honig attackiert auch resistente Bakterien
Die HNO-Experten um Talal Alandejani von der Universität Ottawa brachten im Labor eine Reihe Bakterienfilme verschiedener Zusammensetzung mit Honig in Kontakt, darunter vor allem Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeroginosa. Beide Bakterien sind weitverbreitet, für zahlreiche Infektionen verantwortlich und einige Stämme sind resistent gegen die gängigen Antibiotika. Die Honigbehandlung tötete in jeder einzelnen Probe mehr Bakterien ab als die zum Vergleich eingesetzten Antibiotika. Die HNO-Experten sehen daher in Honig ein potentes Mittel gegen therapieresistente Nebenhöhlenentzündungen, möglicherweise in Salbenform.″ Quelle:www.focus.de
Honig unterstützt die Wundheilung
Auch der Biochemiker Peter Molan von der Universität Waikato in Neuseeland erforschte, dass rund 60 Arten von Bakterien mit Honig besiegt werden können (selbst gefährliche wie: Staphylococcus Aureus). Auch Bakterien die gegen Antibiotika resistent sind, können durch Honigverbände/Wundauflagen abgetötet werden.
Honig – Desensibilisierung gegen Pollenallergie
Da Honig geringe Mengen an Blütenpollen enthält, kann er beim Verzehr das Immunsystem trainieren, ähnlich wie bei einer schul-medizinischen Desensibilisierung. Ein bis zwei Teelöffel Honig am Tag reichen bereits aus. Eine solche Pollenaufnahme durch den Verzehr des Honigs gewöhnt den Körper nach und nach an den Umgang mit den Pollen und wirkt so als natürliches Mittel gegen Pollenallergien wie zum Beispiel Heuschnupfen. Allerdings funktioniert das nur, wenn der Honig von Bienen aus der Region eingetragen wurde und die Pollen drin sind, auf die man allergisch reagiert. Außerdem kommt es darauf an, wann der Honig geerntet wurde. Wer auf Frühblüher reagiert, sollte Honig der im Frühjahr entnommen wurde verwenden, wer im Sommer unter Heuschnupfen leidet, nimmt den Honig der im Sommer/Herbst geschleudert wurde.
Wichtig
– Honig muss die Pollen enthalten auf die man allergisch reagiert
– Honig muss unerhitzt (nicht über 40°C) sein
– Honig muss unfiltriert sein
Honig und seine heilende Wirkung
Honig wirkt als ausgezeichneter „Stresskiller“, bei Überarbeitung, Nervosität, Schlafstörungen und Anstrengung. Er ist ein natürlicher Kraft- und Energiespender und wird in der Apitherapie als Stärkungsmittel sowie bei verschiedensten Leiden wie beispielsweise bei Atemwegserkrankungen oder Harnwegsinfektionen eingesetzt. Er stärkt das Immunsystem und kann sogar die Aufnahmefähigkeit des Körpers für Vitamine und Mineralstoffe erhöhen. Des weiteren hat Honig eine positive Wirkung auf Herz und Leber, fördert die Blutbildung, regt den Stoffwechselprozess an und ist gut für die Verdauung.
Info
Damit Sie lange Freude an dem Naturprodukt Honig haben und dessen Qualität nicht gemindert wird, beachten sie folgende Punkte:
– Lagern sie Honig immer gut verschlossen, kühl und lichtgeschützt. Honig ist hygroskopisch, das heißt, er zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Zudem nimmt er leicht Aromen von anderen Speisen und Gerüche seiner Umgebung an.
– Für die Lagerung von Honig ist eine Temperatur um 15 °C ideal. Bewahren Sie den Honig daher nicht im Kühlschrank auf.
– Honig kristallisiert im Laufe der Zeit. Sie können den Honig wieder flüssig machen, indem sie ihn lediglich vorsichtig im Wasserbad bis höchstens 40 °C erwärmen.
– Verflüssigen sie Honig niemals mit starker und längerer Wärmeeinwirkung oder erhitzen sie in gar in der Mikrowelle, denn damit zerstören Sie die wichtigsten Bestandteile des Honigs.
1Die zwei Hauptzuckerarten bestimmen ob der Honig schnell oder langsam kristallisiert. Überwiegt der Traubenzuckeranteil wird der Honig schneller fest. Ist der Fruchtzuckeranteil höher bleibt der Honig länger flüssig.⇒ Zurück zum Text
Der Herbst zeigt sich mittlerweile immer mehr von seiner ungemütlichen Seite. Das bunte Farbenspiel neigt sich dem Ende zu und in den Wäldern und auf den Wiesen wird alles graubraun. Nebel und graue Regenwolken legen sich über das Land und die Tage werden immer kürzer. Mittlerweile ist es weniger als neun Stunden am Tag hell und der Mensch so wie das Tier versetzt sich in Rückzugsstimmung. Mit den kühlen Temperaturen ziehen sich auch die Bienen in ihre Behausung zurück. Wie oft angenommen wird halten sie jedoch keinen Winterschlaf, sondern sind innerhalb ihres Bienenstocks putzmunter und damit beschäftigt sich eng aneinander zu kuscheln und gegenseitig zu wärmen. Sie bilden eine sogenannte Wintertraube, ein kugeliges Gebilde aus tausenden Bienenkörpern in deren Zentrum sich die Königin befindet.
Bei folgendem Text von Wolfgang Ritter wird die Bildung der Wintertraube ausführlich erklärt:
„Bei einer Umgebungstemperatur von 14–18 °C beginnt das Bienenvolk eine Traube zu bilden. Im Traubenkern mit relativ geringer Bienendichte können sich die Bienen frei bewegen. Darum herum bilden sie bei weiter sinkender Umgebungstemperatur eine dichter werdende Schale, in der die Bienen je nach Temperatur unterschiedlich angeordnet sind: Ruhig sitzende Bienen mit dem Kopf nach oben und dicht sitzende Bienen mit dem Kopf nach innen. Im Innern der Traube liegt die Temperatur zwischen 25 und 35 °C, während sie an der Traubenoberfläche 9–10 °C beträgt. Die Thermoregulation ist ganz auf die Traubenoberfläche ausgerichtet. Dort darf die Temperatur nie unter 9 °C sinken, da sonst Bienen abfallen und erstarren könnten. Wenn die Außentemperatur fällt, ziehen sich die Bienen der Schale enger zusammen, wodurch die Temperatur im Kern weiter ansteigt und Wärme nach außen abgegeben wird. Sobald die Bienen sich nicht weiter zusammenziehen können und die Temperatur an der Oberfläche unter den Sollwert sinkt, beginnen die Bienen im Innern Wärme zu produzieren. Die Zahl der Heizbienen und die Heizstärke nehmen von innen nach außen ab. Außen sitzen vorwiegend passive Bienen, die vornehmlich mit ihrem Körper isolieren. Nur im Notfall beginnen auch sie zu heizen. Da im Gegensatz zu einem gleichwarmen höheren Organismus das Gehirn als regelndes Zentrum fehlt, müssen andere Möglichkeiten der Kommunikation im Bienenvolk bestehen. Der Informationsaustausch zwischen Kern und Schale kann rein mechanisch erfolgen, wenn die Bienen in der Schale bei sinkenden Temperaturen unruhiger werden oder durch Ein- oder Auswanderung eine erhöhte Wärmebildung ausgelöst wird. Bei geringem Absinken der Umgebungstemperatur fließt mehr Wärme ab und die Temperatur im Kern sinkt, was die Bienen dort zu einer erhöhten Wärmebildung anregt. Dies scheint in den einzelnen Wabengassen unabhängig voneinander, aber doch in irgendeiner Weise koordiniert abzulaufen. Die Temperatur an der Oberfläche der Traube sinkt selbst bei Umgebungstemperaturen von -4 °C nicht unter 9 °C. Im Zentrum der Traube liegt die Temperatur im brutlosen Zustand über 20 °C und sobald Brut aufgezogen wird über 30 °C.”
Quelle: Bienen naturgemäß halten
Wenn man im Winter sein Ohr von außen an einen Bienenstock hält, ist ein leises gleichmäßiges summen zu hören. Die Bienen benutzen ihre Flugmuskulatur zum Heizen, durch Muskelzittern produzieren sie Wärme und die Honigvorräte bzw. das Winterfutter liefert die notwendige Energie. Das kleine Ökokraftwerk „Bienenvolk“ produziert so viel Wärme, dass es selbst im härtesten Winter überleben kann.
Außen klirrende Kälte und im inneren des Bienenstocks heizen die Bienen.
Die Honigbiene leistet mit ihren Flügen von Blüte zu Blüte und der Bestäubung einen ganz wichtigen Beitrag zur Vermehrung und damit zum Erhalt vieler Pflanzen. Dabei konzentriert sie sich bei einem Sammelflug auf die Blüten einer einzigen Pflanzenart. Dieses Verhalten wird auch Blütenstetigkeit genannt. Für die Pflanze ist dies von Vorteil, da so ihr Pollen zur gleichen Art gelangt und eine korrekte Befruchtung stattfindet.
Diese Treue zu den Blüten ist ein Indiz dafür, dass die Honigbienen das Sammeln abstimmen. Findet eine Biene eine üppige Trachtquelle teilt sie ihren Stockgenossinnen durch einen Tanz mit, wo sie Nahrung gefunden hat. Die Tanzsprache ist eine wesentliche Kommunikationsform der Honigbienen. Informationen wie Himmelsrichtung, Entfernung, Ergiebigkeit und Duft der neuen Futterquelle werden durch Tanzrichtung, Vibrationsmuster und soziales Füttern vermittelt.
Wir unterscheiden zwei Tanzformen: Rundtanz und Schwänzeltanz
Der Rundtanz zeigt eine Futterquelle in der Nähe bis etwa 100 Meter Entfernung vom Bienenstock an. Die tanzende Biene läuft dabei auf der senkrechten Wabe im Kreis, immer abwechselnd rechts und links herum. Umso imposanter und ausdrucksvoller der Tanz ausgeführt wird desto größer ist die Trachtquelle.
Bei weiter entfernt liegenden Futterquellen wird der Schwänzeltanz aufgeführt. Die Biene tanzt Halbkreise, unterbrochen von geradlinigen Läufen, bei denen sie ihren Hinterleib rasch hin und her schwenkt. Je weiter die Nahrung entfernt ist, desto langsamer wird getanzt. Die Tanzrichtungen geben die Lage der Nahrungsquelle in Relation zur Sonne an.
Der Bienentanz wurde schon von Aristoteles (384 v. Chr. – 322 v. Chr.) beschrieben. Entschlüsselt wurde er von dem Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Karl von Frisch (1886 – 1982).
Rätselhaftes Bienenverhalten:
Das unerklärte Phänomen des Hobelns
Wer regelmäßig an seinem Bienenvolk steht, hat es vielleicht schon einmal beobachtet: Auf dem Anflugbrett oder an der Vorderseite der Beute sitzen viele Arbeiterinnen, die sich mit kleinen, rhythmischen Bewegungen hin und her wiegen – fast so, als würden sie den Untergrund schrubben. Dieses Verhalten wird imkerlich „Hobeln“ genannt.
Was passiert beim Hobeln eigentlich?
Die Bienen bewegen ihren Körper in einer Art schaukelnder Wischbewegung über die Oberfläche. Dabei können nur wenige Bienen beteiligt sein – manchmal aber auch mehrere Hundert.
Auch wenn das Verhalten gut bekannt ist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt, warum die Bienen das tun. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Vermutungen, aber keine gesicherten Beweise.
Welche Erklärungen stehen im Raum?
Forscher und Imker diskutieren mehrere mögliche Gründe:
Oberflächenpflege:
Die Bienen könnten Wachs oder Propolis auf die Oberfläche auftragen und dadurch kleine Ritzen glätten oder Keime reduzieren.
Duftmarkierung:
Vielleicht hinterlassen die Bienen eine Art chemische Signatur, die dem Volk hilft, den Eingang leichter wiederzuerkennen.
Hygiene:
Das Hobeln könnte Teil der Nesthygiene sein – ähnlich wie das Putzen der Zellen im Inneren.
Bislang wurde jedoch keine dieser Theorien eindeutig bestätigt.
Wie oft tritt das Hobeln auf?
Interessanterweise zeigt nicht jedes Bienenvolk dieses Verhalten. Manche tun es häufig, andere nur selten oder kaum. Und selbst wenn es auftritt, ist die Intensität von Volk zu Volk unterschiedlich. Wichtig für Imker: Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Hobeln ein Krankheits- oder Stresszeichen ist.
Warum ist das Hobeln für die Forschung spannend?
Das Hobeln erinnert daran, dass wir über das Leben der Honigbienen trotz jahrzehntelanger Forschung noch lange nicht alles wissen. Neue wissenschaftliche Methoden – zum Beispiel hochauflösende Videoaufnahmen oder chemische Analysen – könnten eines Tages helfen herauszufinden, welche Funktion dieses Verhalten tatsächlich erfüllt.
Vielleicht wird das Hobeln dann sogar zu einem nützlichen Hinweis für Imker, um etwas über den Zustand ihres Volkes zu erfahren.
Für die kalten Tage im Bienengarten hat mir meine Schwester eine nostalgische Wärmflasche geschenkt. Die antike Gabe wurde zudem von meiner Tante veredelt, indem sie in meisterlicher Handarbeit einen wunderschönen Bezug für die Flasche angefertigt hat.
Mein herzlicher Dank gilt den Beiden für das originelle Geschenk! ❤
Neben Nahrung aus Nektar, Honigtau und Pollen benötigen Bienen auch Wasser um ihren Durst zu stillen und um ihre Brut zu ernähren. Ein Großteil ihres Wasserbedarfes wird durch Nektar abgedeckt.
Des Weiteren brauchen Bienen Wasser sofern sie Honigtau sammeln und zum kühlen an heißen Tagen wenn die Temperatur im Stock stark ansteigt. Wird es dort zu warm, regulieren die Bienen das Klima indem sie vor allem im Brutbereich Wasser auf den Waben verteilen und durch Flügelfächern für Luftdurchzug sorgen. Durch die Verdunstung wird die Temperatur im Bienenstock gesenkt und verschafft im Nest die nötige Abkühlung.
Besonders im Frühjahr und bei großer Hitze darf es an Wasser nicht mangeln. Wenn keine Quelle, Bach, Teich oder anderes Gewässer in der Nähe ist sollte man eine Bienentränke aufstellen. Da Bienen nicht schwimmen können, muss dafür gesorgt werden, dass die Bienen nicht ins Wasser fallen und ertrinken.
Auch das kleinste Blatt kann eine Insel sein!
Optimal ist ein flacher Zugang zum Wasser. Auch kann ein Kiesbett, Steine oder Ähnliches in der Tränke verwendet werden um den Bienen das trinken zu erleichtern. Der Aufstellort sollte sonnig, warm und windstill sein. Wenn sich der Bienenstock in unmittelbarer Nähe befindet darf die Tränke nicht in der Flugschneise der Bienen sein, da sonst das Wasser durch abkoten verschmutzt werden kann.
Das Bienchen erfrischt sich an einem feuchten mit Moos bewachsenen Stein.
Im Bienengarten gibt es einen Teich, dort lebt ein Frosch mit ein paar Fischen. Der Frosch blickt stolz auf sein Königreich, den Fischen ist es jedoch gleich. Die Bienen laben sich am nassen Quell, ich staune, die Natur, wie originell. Es ist genug für alle da, im Leben wie am Teich, wer das versteht, der ist wahrhaftig reich.
2018 war wettermäßig ein außergewöhnliches Jahr. Folgt nun nach dem Rekord-Sommer ein goldener Herbst? Bis jetzt sieht es hier im Südwesten Deutschlands ganz so aus, blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen bis 25° C. Die Bienen fliegen noch fleißig aus und kommen schwer bepackt mit violetten Pollenhöschen nach Hause.
Auch die kleinen Bienenvölker (Ableger) tragen im Oktober noch emsig Pollen ein.
Neugierig wie ich bin, inspizierte ich die Gegend rund um den Bienengarten, dabei entdeckte ich ein großes Feld mit Büschelschön (Phacelia tanacetifolia), somit war das Geheimnis gelüftet von wo die Immen die lila Proteinpäckchen bei schleppen. Solche eiweißreiche Nahrung ist perfekt für die Aufzucht der Winterbienen.
Die Lebensspanne der Sommerbienen beträgt ja nur 5 bis 8 Wochen, hingegen haben die Winterbienen eine deutlich längere Lebenserwartung, sie werden zwischen August und Oktober erbrütet und leben bis zum folgenden März /April. Ihre Aufgabe ist es, das Volk erfolgreich durch den Winter zu bringen. Sobald die Temperaturen fallen bilden sie eine Wintertraube um die Königin und halten die Kerntemperatur über 20° C. Zum Heizen benutzen sie ihre Flugmuskulatur (Muskelzittern) und ihr „Treibstoff“ ist der Honig (Winterfutter). Des Weiteren verteidigen sie das Volk und die Vorräte gegen Räuberei und Eindringlinge.
Verteidigung und „Aufräumarbeiten“ am Flugloch!
Im kommenden Frühjahr ziehen die Winterbienen die neue Brut auf. Sie heben dazu die Temperatur im Nest bis 35° C an. Sobald die Außentemperatur über 12° C steigt, fliegen die Bienen aus um frischen Pollen und Nektar zu suchen und einzutragen.
Möge der Oktober noch einige schöne Tage bereithalten, so dass das Herbsttreiben immer noch vom beschwingten Summen und Brummen der Bienen erfüllt ist.
Bienen gehören zu den Insekten (Unterordnung: Hautflügler) und somit zu den Gliedertieren.
Der Körper der Biene besteht wie bei allen Insekten aus drei Teilen:
Dem Kopf mit den zwei Facettenaugen, zwei Fühler die als Geruchsorgan dienen und den Mundwerkzeugen, die aus zwei starken Kiefern und einem Rüssel (zur Nahrungsaufnahme) bestehen.
Der Brust mit zwei hauchdünnen Flügelpaaren und sechs Beinen.
Dem Hinterleib der den größten Körperabschnitt darstellt. Dieser ist gelbschwarz geringelt und besitzt bei den weiblichen Bienen einen Giftstachel.
In einem Bienenvolk finden wir drei verschieden Typen von Bienen vor:
Die Königin (legt Eier und ist somit für den Nachwuchs zuständig) hat mit ihrem langen Hinterleib eine Körperlänge von 15 bis 20 mm.
Die Arbeiterinnen (sammeln Nektar, Pollen, Nestpflege etc.) sind sterile Weibchen und können sich daher nicht fortpflanzen. Sie haben eine Länge von 11 bis 15 mm.
Die Drohnen (männliche Bienen) mit breiten Körper und großen Facettenaugen messen 13 bis 18 mm. Sie besitzen keinen Stachel und sammeln auch keinen Nektar, ferner sind die „Männer“ auch nicht bei der Nestpflege oder anderen Arbeiten im Bienenstock beteiligt. Ihre primäre Aufgabe ist es, sich mit der Königin zu paaren.
Nutzen für Natur und Mensch: Bestäubung, Honig, Wachs und andere Bienenprodukte
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