Artenvielfalt zum Anfassen

Wenn die Natur kurz innehält

Manchmal sind es gar nicht die großen Ereignisse im Bienengarten, die einen besonders berühren, sondern die kleinen, unerwarteten Begegnungen.

Bei meinem letzten Besuch im Bienengarten wurde ich natürlich wieder von meinen Bienen begrüßt. Während ich zwischen den Beuten arbeitete und das Summen der Völker genoss, bemerkte ich plötzlich, dass ich noch weitere Besucher hatte.

Zwei Schmetterlinge flatterten um mich herum, setzten sich schließlich ganz entspannt auf meine Hand und blieben dort einen Moment sitzen. Als hätten sie beschlossen, eine kleine Pause einzulegen.

Nicht nur Bienen fühlen sich in meinem Bienengarten wohl: Zwei „Große Ochsenaugen“ gönnten sich eine kleine Pause auf meiner Hand. Ein wunderschöner Naturmoment.

Für mich sind solche Augenblicke etwas ganz Besonderes. Sie zeigen, dass ein naturnah gestalteter Bienengarten nicht nur Honigbienen ein Zuhause bietet, sondern vielen verschiedenen Insekten Lebensraum und Nahrung schenkt.

Die beiden Falter gehören mit großer Wahrscheinlichkeit zur Art Großes Ochsenauge (Maniola jurtina). Dieser häufige Wiesenbewohner liebt blütenreiche Flächen und ist in den Sommermonaten oft anzutreffen. Wie viele andere Schmetterlinge profitiert auch er von einer vielfältigen Pflanzenwelt mit heimischen Blühpflanzen und ungemähten Bereichen.

Gerade deshalb lohnt es sich, im Garten auch einmal etwas „Unordnung“ zuzulassen. Wildblumen, Gräser und heimische Pflanzen sind nicht nur für Bienen wertvoll, sondern auch für Schmetterlinge, Käfer und viele weitere Insekten.

Für mich war dieser kurze Moment eine schöne Erinnerung daran, dass wir Menschen in der Natur oft nur Gäste sind. Wenn Tiere Vertrauen fassen und für einen Augenblick ganz selbstverständlich unsere Nähe suchen, ist das jedes Mal ein kleines Geschenk.

Ich freue mich schon auf viele weitere Begegnungen dieser Art, denn jeder Besuch im Bienengarten hält neue Überraschungen bereit.

Wo Bienen summen und der Wolf wacht

Im flüsternden Grün des Frühlingswaldes sacht,
wo Blüten erwachen und Bienen singen mit Macht,
steht im Herzen des Gartens der Wolf, still und bedacht,
ein Hüter der Wildnis, der über den Frieden wacht.

Es grünt so grün. Aufgenommen am 26.04.2026 im Bienengarten.

Ein Meer aus Krokussen!

Ein Festmahl für meine Bienen!  🌺🐝🐝🐝

Am 25. Februar 2026 erwartete mich in meinem Bienengarten ein wunderbarer Anblick: Zwischen den noch winterlichen Farben des Waldes hatte sich über Nacht ein ganzes Meer aus blühenden Krokussen ausgebreitet. Wie kleine farbige Lichtpunkte leuchteten sie im Sonnenlicht und kündigte unübersehbar den nahenden Frühling an.

Kaum hatte die Sonne ihre Kraft entfaltet, erwachte der Platz zum Leben. Meine Bienen nutzten die Gelegenheit sofort und flogen emsig von Blüte zu Blüte. Auch Hummeln und die ersten Schmetterlinge waren zu Gast und labten sich an dem reich gedeckten Tisch aus Nektar und Pollen. Es ist immer wieder ein berührender Moment, wenn nach den langen Wintermonaten wieder Leben in den Bienengarten zurückkehrt.

Diese frühen Blüten sind für die Insekten von unschätzbarem Wert. Sie liefern die erste wichtige Nahrung und stärken die Völker für die kommende Saison. Für mich als Imker ist es ein Zeichen der Hoffnung und ein Versprechen für ein neues Bienenjahr.


Solche Augenblicke erinnern mich daran, wie wichtig naturnahe Flächen sind – Orte, an denen Bienen und andere Bestäuber Nahrung und Lebensraum finden können.

Der Frühling ist auf dem Weg.


Auch in den vergangenen Jahren haben mich die Frühblüher in meinem Bienengarten immer wieder begeistert. Besonders die Krokusse gehören zu den ersten und wichtigsten Nahrungsquellen für meine Bienen nach der Winterruhe. Es ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend zu beobachten, wie zuverlässig die Natur den Start in die neue Saison einläutet.

Wer diese Entwicklung in den letzten Jahren mitverfolgen möchte, findet hier einige meiner früheren Beiträge und Beobachtungen rund um die Krokusblüte und den Beginn des neuen Bienenjahres.

Herbstzeit – Frühblüher pflanzen

Bienen brauchen Frühblüher

Bienenflug am 23.02.2025

Krokus – Der Frühblüher

Fotoimpressionen – August 2025


Das Wölfchen streift auf leisen Pfoten durch den Bienengarten.


Die drei Bienenbehausungen: Von der Straße zum Beutenbock!


Mit einer Fläche von 4000 m² liegt der Bienengarten in einer Waldlandschaft auf der Sickinger Höhe im südwestlichen Rheinland-Pfalz. Durch das Waldgebiet fließt ein kleiner Bach und es gibt mehrere Quellen. Der Waldrand ist eingesäumt von Wiesen und Feldern.


Bakira in ihrem Reich!


Die Goldrute blüht mit leuchtend gelben Blütenständen.


Das Insektenhotel


Holz ist ein wertvoller, nachwachsender Rohstoff mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als Bau-, Werk- und Energieträger. Durch das Wachstum binden Bäume CO₂ aus der Atmosphäre, speichern Kohlenstoff langfristig und sind somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Holz ist vielseitig einsetzbar, ersetzt erdölbasierte Produkte und fossile Brennstoffe, und gewinnt durch nachhaltige Forstwirtschaft an Bedeutung.


Sonnenhut

Fotoimpressionen – April 2025

Bienenflug am 23.02.2025

Das Buffet ist eröffnet! Die Krokusse blühen! 😍

Ubi apis, ibi salus

Ubi apis, ibi salus – Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit
(Altrömisches Sprichwort)

Fotoimpressionen – Oktober 2024

Bakira im Bienengarten


Hunde sind unsere Verbindung zum Paradies.
Sie kennen nichts wirklich Böses, weder Bitterkeit noch Unmut.
Mit meinem Hund eine herrliche Zeit in der Natur zu verbringen,
kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langeweile,
sondern Frieden ist.


Mein schönes Wölfchen „Bakira“. Aufgenommen am 29.09.2024 im Bienengarten.

Die Schönheit der Schöpfung

 


Die Schönheit der Schöpfung,
offenbart sich dem, der ohne Eile, mit offenen Augen
und einem fühlenden Herz, die Natur betrachtet.

Juni 2024, © Frank Werner