Rätselhaftes Bienenverhalten:
Das unerklärte Phänomen des Hobelns
Wer regelmäßig an seinem Bienenvolk steht, hat es vielleicht schon einmal beobachtet: Auf dem Anflugbrett oder an der Vorderseite der Beute sitzen viele Arbeiterinnen, die sich mit kleinen, rhythmischen Bewegungen hin und her wiegen – fast so, als würden sie den Untergrund schrubben. Dieses Verhalten wird imkerlich „Hobeln“ genannt.
Was passiert beim Hobeln eigentlich?
Die Bienen bewegen ihren Körper in einer Art schaukelnder Wischbewegung über die Oberfläche. Dabei können nur wenige Bienen beteiligt sein – manchmal aber auch mehrere Hundert.
Auch wenn das Verhalten gut bekannt ist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt, warum die Bienen das tun. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Vermutungen, aber keine gesicherten Beweise.
Welche Erklärungen stehen im Raum?
Forscher und Imker diskutieren mehrere mögliche Gründe:
Oberflächenpflege:
Die Bienen könnten Wachs oder Propolis auf die Oberfläche auftragen und dadurch kleine Ritzen glätten oder Keime reduzieren.
Duftmarkierung:
Vielleicht hinterlassen die Bienen eine Art chemische Signatur, die dem Volk hilft, den Eingang leichter wiederzuerkennen.
Hygiene:
Das Hobeln könnte Teil der Nesthygiene sein – ähnlich wie das Putzen der Zellen im Inneren.
Bislang wurde jedoch keine dieser Theorien eindeutig bestätigt.
Wie oft tritt das Hobeln auf?
Interessanterweise zeigt nicht jedes Bienenvolk dieses Verhalten. Manche tun es häufig, andere nur selten oder kaum. Und selbst wenn es auftritt, ist die Intensität von Volk zu Volk unterschiedlich. Wichtig für Imker: Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Hobeln ein Krankheits- oder Stresszeichen ist.
Warum ist das Hobeln für die Forschung spannend?
Das Hobeln erinnert daran, dass wir über das Leben der Honigbienen trotz jahrzehntelanger Forschung noch lange nicht alles wissen. Neue wissenschaftliche Methoden – zum Beispiel hochauflösende Videoaufnahmen oder chemische Analysen – könnten eines Tages helfen herauszufinden, welche Funktion dieses Verhalten tatsächlich erfüllt.
Vielleicht wird das Hobeln dann sogar zu einem nützlichen Hinweis für Imker, um etwas über den Zustand ihres Volkes zu erfahren.
Mein Name ist Frank und ich bin mit Herz und Seele Tier- und Naturfreund. Seit ein paar Jahren ist eine spezielle Liebe für die Bienen dazu gekommen, folgend wie es begann bzw. wie ich dazu kam:
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